Kraftdreikampf
Weltmeisterschaften Bankdrücken in Warschau
Im polnischen Warschau fanden anderthalb wochenlang die Weltmeisterschaften im Bankdrücken statt. Über eintausend Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt haben sich in den verschiedenen Gewichtsklassen, von den Jugendlichen bis zur Altersklasse IV im Bankdrücken gemessen. Mit dabei war ein Trio vom SC Oberölsbach.
Den Anfang machte Rosina Polster in der Altersklasse I (40-50 Jahre) bis 69 kg, die die Tage zuvor als Kampfrichterin mehrfach im Einsatz war. Nach dem gelungenen Härtetest bei den Bezirksmeisterschaften war nun in Warschau eine neue Bestleistung anvisiert. Das Warmmachen verlief auch entsprechend vielversprechend. Den Wettkampf begann sie dann mit fünf Kilo mehr als bei den Bezirksmeisterschaften. 90 kg waren zwar wackelig, aber dennoch stark gedrückt. Die Steigerung auf 95 kg ging auch gut von der Brust, landete aber schlussendlich in den Sicherheitsablagen. Im dritten Versuch sollte dann noch ein Platz gut gemacht werden, somit wurde auf 97,5 kg gesteigert. Die waren aber dann zu viel an diesem Tag. Somit blieben 90 kg und Rang sechs bei ihrer ersten Weltmeisterschaft.
Ebenfalls zum ersten Mal dabei war Peter Wiesner in der Klasse bis 93 kg bei den Junioren. Mit sehr leichten 90,88 kg eingewogen, begann er den Wettkampf mit 180 kg, die er auch gültig zur Hochstrecke brachte. Bei der Steigerung auf 187,5 kg schlichen sich dann wieder alte Fehler ein und die Hantel ging Richtung Bauch und somit nicht in die Wertung. Somit standen 187,5 kg zu Buche und auch er erreichte den sechsten Platz in seiner Klasse.
Das heißeste Eisen ging dann am Sonntag an die Hantel. Anja Heissler ging in der Klasse bis 47 kg an den Start. Mit gedrückten 95 kg sicherte sie sich schon einmal die Medaille, welche Farbe sie am Ende hat, stand aber noch nicht fest. Alles war noch drin. Mit der Steigerung auf 105 kg war dann Silber sicher. Die Last bewegte sie ebenfalls mit Leichtigkeit nach oben. Gegen die favorisierte Ukrainerin begann nun das pokern. Sie war mit 110 kg im Vorteil. Also musste die Last so gewählt werden, dass die Konkurrenz reagieren muss. Trainer Marc Polster entschied sich für 115 kg und nochmals zehn Kilogramm mehr. Unter dem Jubel der Halle drückte sie das 2,5fache ihres Körpergewichts gültig zur Hochstrecke. Nun musste die Ukrainerin um 2,5 kg steigern und verlangte 117,5 kg, aber sie scheiterte in der letzten Streckung der Ellenbogen und somit war der Sieg besiegelt. Gold für Aischba, Gold für Anja.
Am Samstag geht es gleich weiter für den SCO und Anja. Dann richten die Kraftdreikämpfer das Bundesliga Finale in der heimischen Halle am Barstenweg aus und kämpfen um den Deutschen Mannschaftsmeistertitel. Zu Gast ist der SaV Erfurt, KSV Essen, das Sanncoci Gym Potsdam und der KSV Mainz. Ab 14 Uhr wird die Hantel beladen.